
In der Herstellung von Autoteilkomponenten ist die Zeit für das Aushärten der Pulverbeschichtung sehr begrenzt. Infrarotstrahlen sorgen dafür, dass die Masse schnell erhitzt wird; UV-Strahlen führen schließlich zum vollständigen Aushärten der Oberfläche. Wenn die Leistung des UV-Lichts schwankt oder das Spektrum nicht mit der Absorption des Photoinitiators übereinstimmt, entsteht eine unvollständig ausgehärtete Beschichtung – sie bleibt weich und unfest, was wiederum zu hohen Entsorgungskosten führt.
Was wirklich wichtig ist: Wir fertigen Aqua-Ultraviolett-Lampen als Hochdruckquecksilberdampflampen an. Diese Lampen sind so konzipiert, dass sie ein reproduzierbares Spektrum sowie eine stabile Strahlungsintensität liefern. Die Geometrie der Glühröhre sowie die Quarzkapsel sind auf die Optik des Reflektors abgestimmt, sodass eine gleichmäßige Energiedichte über die gesamte Behandlungsfläche entsteht. Dadurch erhalten Sie eine konstante Leistung bei den für Hybridbeschichtungen verwendeten Wellenlängen, enge Spektrunterschiede sowie eine geringe Abnahme der Leistung im Laufe der Zeit. In der Praxis bedeutet das eine reproduzierbare Vernetzung der Beschichtung von Tag zu Tag – ohne dass man ständig auf bestimmte Werte achten muss.
Warum das für die Hybrid-Trocknung in der Automobilindustrie geeignet ist: Bei der Hybrid-Trocknung von Pulverbeschichtungen sorgen Infrarotstrahlen dafür, dass die Temperatur schnell ansteigt, während UV-Strahlen das Aushärten der Oberfläche gewährleisten. Unsere Lampen liefern den benötigten Photonenfluss, damit die Beschichtung in Sekunden statt in Minuten ausgehärtet werden kann. Dadurch können die Produktionsgeschwindigkeiten erhöht werden, ohne dass die Härte oder Chemikalienbeständigkeit der Beschichtung leidet. Die stabile Intensität reduziert die Schwankungen zwischen den einzelnen Teilen. Zudem ermöglicht die lange Lebensdauer der Lampen – meist mehr als 5.000 Stunden mit minimalem Leistungsabfall – dass man weniger oft Lampen austauschen muss. Dadurch sinken die Stillstandszeiten, die Energiekosten pro Teil sowie die Kosten für die Beschichtung selbst.
Was Sie unbedingt beachten müssen: Hybrid-UV/IR-Systeme erfordern eine präzise optische Ausrichtung sowie einen konstanten Luftstrom über den Lampenkopf. Unsere Lampen funktionieren zwar mit Standardreflektoren, doch Sie müssen trotzdem darauf achten, dass die dichroitischen Beschichtungen der Reflektoren sowie die Stromversorgung korrekt eingestellt sind. Überprüfen Sie außerdem die Behandlungslänge mit einem Radiometer – messen Sie dabei die Strahlungsintensität sowie die Gesamtenergiedichte – und legen Sie anschließend Ihre Prozessparameter fest. Betrachten Sie die Lampe als Teil des Systems und nicht als separaten Bestandteil.