
Auf dem Boden kann es so aussehen, als würde die UVC-Lampe ihre Aufgabe ordnungsgemäß erfüllen – bis die erforderliche Dosis nicht mehr erreicht wird. Behauptungen bezüglich der „Sterilisierung“ bedeuten ohne genaue Daten zur Strahlungsintensität wenig. Die Inaktivierung von Mikroorganismen hängt exponentiell von der UVC-Dosis ab. Wenn die Leistung der Lampe nachlässt, wird der Sterilisationsprozess nicht richtig abgeschlossen – und dieses Risiko bleibt weiterhin bestehen.
Was wirklich wichtig ist, ist der Erhaltungsfaktor der UV-Strahlung: Wie viel Strahlungsintensität bei 254 nm nach Zeitverlauf noch vorhanden ist, im Vergleich zu Anfang. Hochdruckmerkurlampen verlieren mit der Zeit an Leistung, da sich die Glühröhre abnutzt, die Elektroden zerfallen und die Quarzkapseln weniger Licht durchlassen. Ein einfacher Timer hilft dabei nicht. Es ist notwendig, die Strahlungsintensität ständig zu überwachen – meist mit einem kalibrierten Breitband-UVC-Radiometer, das auf NIST standardisiert ist. Dabei werden Werte in mW/cm² gemessen und zu mJ/cm² integriert. Der Sensor muss optimal auf die jeweilige Anwendung abgestimmt sein: korrektes Spektrum, geringer Temperaturkoeffizient sowie eine richtige Befestigungsoption, sodass der Sensor im Einklang mit dem Reflektor und dem Luftstrom steht.
Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass die Überwachung der Strahlungsintensität einen „Schwarzen Kasten“ in einen geschlossenen Regelkreis verwandelt. Mit der Echtzeit-Messung der UVC-Strahlungsintensität kann man ein Mindestdosisniveau festlegen. Das System hält dieses Niveau ein oder signalisiert, wenn die Bedingungen nicht mehr eingehalten werden. Dadurch wird die Validierung erleichtert, Abfall reduziert und man wird vor falschem Vertrauen bewahrt, wenn die Lampe bereits Hunderte von Stunden gearbeitet hat.
Es gibt ein paar Dinge, die man beachten sollte: Die Messwerte der UVC-Strahlungsintensität sind von der Geometrie abhängig. Reflektoren, der Abstand zwischen Lampe und Ziel sowie Schatten durch andere Geräte beeinflussen die Messwerte. Befestigen Sie den Sensor daher dort, wo das Produkt dieselbe Strahlungsintensität erhält – und halten Sie das Fenster des Sensors sauber. Ölige Schichten und Kondenswasser können die Ergebnisse schnell verfälschen.
Außerdem sollte man damit rechnen, dass die Leistung der Lampe bereits vor dem Auftreten sichtbarer Farbveränderungen nachlässt. Planen Sie daher die Kalibrierung sowie den Austausch der Lampe anhand der gemessenen Dosis – und nicht nach einem festen Zeitplan.