
Wie wir unser modulares UV-Härtungssystem entwickelt haben
Seit 15 Jahren waren wir als Zwischenhändler tätig. Wir haben Produkte unter eigenem Markennamen hergestellt – doch wir hatten immer das Gefühl, dass noch etwas fehlte. Wir wollten unser eigenes modulares UV-Härtungssystem entwickeln – eines, das in Bezug auf Leistung und Lebensdauer mit den großen internationalen Marken mithalten kann – ohne dabei an die lästigen Einschränkungen gebunden zu sein, die durch proprietäre Komponenten entstehen. Dabei muss man schließlich alle Einzelteile bei einem einzigen Hersteller kaufen.
Die Idee hinter dem modularen Aufbau ist ganz einfach:
Man kann die Härtungskraft je nach Geschwindigkeit der Produktionslinie anpassen. Wir haben uns für einen „Plug-and-Play“-Ansatz entschieden. Wenn man also die Geschwindigkeit der Transportbänder erhöht, muss man nicht das gesamte Gehäuse ausbauen – man kann einfach weitere Lampenmodule hinzufügen. So einfach ist das.
Aber hier kommt das Problem: Die Hitze.
UV-Lampen mit hoher Intensität werden unglaublich heiß. Wenn das Gehäuse diese Hitze nicht schnell genug abführen kann, gehen die Lampen viel früher kaputt, als es eigentlich nötig wäre. Um das zu verhindern, haben wir Aluminiumkühler verwendet. Dadurch bleibt die Temperatur konstant, sodass die Lampen nicht überhitzen.
Kommen wir nun zu den technischen Spezifikationen – ohne langweilige Beschreibungen aus dem Handbuch.
Wir konzentrieren uns vor allem auf die Stabilität der Wellenlänge – sie sollte in der Regel zwischen 365 nm und 395 nm liegen. Für die Herstellung verwenden wir hochreines Quarzsglas, da dieses eine maximale Menge an UV-Licht durchlässt.
Es geht darum, ein Gleichgewicht zwischen Leistung und Kühlung zu finden.
Ein Hochleistungsmodul beschleunigt zwar die Härtung, doch es belastet auch den Stromkreis sowie die Lüfter stark. Wenn es im Betrieb sehr heiß wird – sagen wir, ca. 40 °C – sollte man die Kühlleistung erhöhen. Andernfalls könnten die Komponenten versagen, gerade in dem Moment, in dem man mitten in der Produktion ist.
Wartung sollte kein Problem sein.
Wir haben die Geräte so gestaltet, dass man die Teile schnell austauschen kann. Wenn eine Lampe kaputtgeht, zieht man sie einfach heraus, setzt eine neue ein – und schon kann man weiterarbeiten. Keine komplizierten Kalibrierungen, keine stundenlange Arbeit mit dem Handbuch. Das spart viel Zeit während des Wechsels der Schichten.
Außerdem haben wir auf die zerbrechlichen Anschlüsse verzichtet – diese brechen immer genau dann kaputt, wenn man sie am meisten braucht. Die neuen Anschlüsse sind besonders widerstandsfähig – sie lösen sich nicht, selbst bei ständiger Vibration durch schwere Maschinen. Zudem können sie problemlos als Ersatz für die üblichen industriellen UV-Geräte verwendet werden – man muss also nicht die gesamte Anlage neu gestalten.